Nach 25 Jahren endet beim SV Dringenberg vorerst das Kapitel des überkreislichen Fußballs. Der Verein hat die vom Verband neu geschaffene Möglichkeit genutzt, auch nach dem letzten Spieltag noch über den Verbleib in einer Spielklasse zu entscheiden, und den FLVW fristgerecht darüber informiert, den zustehenden Startplatz in der Bezirksliga für die Saison 2026/2027 nicht wahrzunehmen. Mit diesem Schritt ermöglicht der SVD dem VfR Borgentreich den Klassenerhalt, die die Saison auf dem ersten Abstiegsplatz beendet hatten und nun nachrücken können.
Für den SV Dringenberg bedeutet dieser Schritt eine echte Zäsur. Seit dem Aufstieg im Jahr 2001 gehörte der Verein über Jahrzehnte zu den Aushängeschildern des Seniorenfußballs im Kreis Höxter. Landesligaaufstieg, drei Kreispokalsiege, acht Pokalendspiele, unzählige Derbys, und viele unvergessliche Momente haben diese Zeit geprägt und den SVD weit über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Doch letztlich war die nun getroffene Entscheidung die einzig verantwortbare, die der Vorstand wie folgt erklärt:
„Als uns unser langjähriger Trainer Sven Schmidt im Winter mitgeteilt hat, dass er sich nach einer neuen Herausforderung orientieren möchte, war uns bewusst, dass es nicht nahtlos weitergehen würde. Zu intensiv hat er sich über viele Jahre um sämtliche Bereiche rund um unsere erste Mannschaft gekümmert. Dennoch haben wir uns intern klar dazu bekannt, den eingeschlagenen Weg fortsetzen zu wollen. Mit Philippe Soethe konnten wir einen Nachfolger gewinnen, mit dem wir uns eine Fortführung in der bewährten Form sehr gut vorstellen konnten. Bis weit in die Rückrunde hinein sah es zudem danach aus, einen wichtigen Kern des bestehenden Kaders halten und die Mannschaft mit gezielten Verstärkungen – insbesondere jüngeren Spielern – weiterentwickeln zu können. Im weiteren Verlauf haben sich die Dinge dann jedoch anders entwickelt als zunächst erwartet und die Rahmenbedingungen spürbar verändert. Die dabei getroffenen Entscheidungen sind zu respektieren. Doch für uns war spätestens zu diesen Zeitpunkt klar, dass es so nicht weitergehen kann und soll und wir dieser Entwicklung mit einer verantwortungsvollen und vorausschauenden Entscheidung Rechnung tragen wollen.“
Der Rückzug aus der Bezirksliga ist für den SV Dringenberg kein Abschied vom ambitionierten Fußball, sondern vielmehr der Beginn eines neuen Kapitels. Der Verein möchte seine bisherige zweite Mannschaft für die anstehende Neuaufstellung bewusst als Chance begreifen, neue Perspektiven zu entwickeln. Die Verantwortlichen werden sich in den kommenden Wochen ausführlicher zu den sportlichen Zielsetzungen und den nächsten Schritten äußern.