Mit wahre Leidenschaft haben sich die Burgkicker endlich den Kreispokalsieg gesichert (Foto: Westfalen-Blatt)

Was für ein Abend. Was für ein Finale. Und was für eine Erlösung. Im vierten Endspielanlauf haben die Burgkicker endlich den langersehnten Kreispokalsieg im Sportkreis Höxter eingefahren. Durch einen umkämpften und leidenschaftlichen 1:0-Erfolg gegen die Spvg. Brakel setzte sich der SVD in Körbecke die Krone auf und durfte den Pokal endlich in den Nachthimmel stemmen.

Der Rahmen hätte finalwürdiger kaum sein können. Gastgeber VfB Körbecke sorgte auf einem hervorragend präparierten Rasenplatz für beste Bedingungen. Und auch das Wetter spielte mit: Nachdem tagsüber immer wieder Regen herunterkam, klarte es pünktlich zum Anpfiff auf und bescherte den rund 600 Zuschauern einen trockenen Fußballabend. Auf dem Platz standen sich dabei die aktuell wohl stärksten Teams des Sportkreises gegenüber – und beide Mannschaften lieferten genau das ab.

Die Partie begann direkt mit einem Schockmoment für die Burgkicker. Nach einem Fehlpass im eigenen Strafraum bot man den Brakelern früh die Riesenchance zur Führung an. Doch Keeper Tony Schumann war hellwach und bewahrte seine Farben mit einer starken Parade vor dem frühen Rückstand. Mit zunehmender Spielzeit kämpfte sich der SVD immer besser in die Partie und setzte offensiv erste Akzente. Die größte Gelegenheit der ersten Hälfte hatte Patrick Stiewe, dessen wuchtiger Abschluss von der Strafraumkante nur an der Latte landete. Insgesamt erspielten sich die Blau-Gelben im ersten Durchgang die etwas besseren und häufigeren Abschlüsse, ohne daraus Kapital schlagen zu können.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein echter Pokalfight. Der Platz wurde mit jeder Minute tiefer, jeder Zweikampf härter und intensiver. Beide Teams warfen alles in die Waagschale, schenkten sich nichts, blieben dabei aber jederzeit im fairen Rahmen. Und dann kam die 80. Minute. Lucas Balch setzte sich erstmals entscheidend über die rechte Seite durch und schlug eine mustergültige Flanke in den Strafraum. Dort stand Pascal Knoke bereit und köpfte die Kugel zum umjubelten 1:0 in die Maschen. Unbeschreiblicher Jubel bei der großen Mehrheit der Zuschauer, die an diesem Abend dem SVD die Daumen drückten.

Doch noch waren zehn lange Minuten zu überstehen. Brakel warf nun alles nach vorne und kam tatsächlich noch einmal zu einer riesigen Möglichkeit. Mit letzter Kraft und leidenschaftlicher Defensivarbeit verteidigten die Burgkicker jedoch auch diese Szene weg. Und dann war er endlich da – dieser Moment, auf den der Verein so lange gewartet hatte. Mit dem Schlusspfiff besiegelte der Unparteiische den Pokalsieg des SV Dringenberg und gab gleichzeitig den Startschuss für eine lange und unvergessliche Jubelnacht.

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